Rockstar sieht sich nach Dutzenden Entlassungen mit Vorwürfen der Gewerkschaftsfeindlichkeit konfrontiert
Die Gewerkschaft spricht von 30 bis 40 Entlassungen; Take-Two spricht von „grobem Fehlverhalten“.
Rockstar Games, das Studio hinter Grand Theft AutoDas Unternehmen steht in der Kritik, nachdem Dutzende Mitarbeiter in seinen britischen und kanadischen Niederlassungen entlassen wurden. Eine britische Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, mit dieser Maßnahme die Gründung einer Gewerkschaft verhindern zu wollen; der Mutterkonzern Take-Two Interactive spricht von „grobem Fehlverhalten“ als Grund für die Kündigungen.
Was ist passiert
- Die unabhängige Arbeitergewerkschaft Großbritanniens (IWGB) sagt zwischen 30 und 40 Mitarbeitern wurden gekündigt und die Notizen waren alle Teil eines privaten Discord-Chats im Zusammenhang mit Gewerkschaftsaktivitäten.
- Take-Two Das Unternehmen beteuert, die Entlassungen seien ausschließlich auf Fehlverhalten zurückzuführen, und erklärt, es unterstütze Rockstars Vorgehen.
Warum es wichtig ist
Der Konflikt trifft eines der meistbeachteten Studios der Branche zu einem heiklen Zeitpunkt. Rockstar hatte die Sicherheitsvorkehrungen nach einem schwerwiegenden Leak im Jahr 2022 verschärft. GTA VI Das Studio geriet Anfang 2024 in die Kritik, als es unter Berufung auf Sicherheitsbedenken die vollständige Rückkehr ins Büro forderte. Die neuen Vorwürfe werfen die Frage auf, wie weit Studios gehen dürfen, um geistiges Eigentum und die Kontrolle am Arbeitsplatz zu schützen, ohne dabei gewerkschaftsfeindliche Maßnahmen zu ergreifen.
Die konkurrierenden Erzählungen
- Die Ansicht der IWGB: Die Gewerkschaft bezeichnet den Schritt als ein eklatantes Beispiel für die Unterdrückung von Gewerkschaften und argumentiert, dass die Gemeinsamkeit der Entlassenen ihre Teilnahme an Organisationsgesprächen war.
- Die Sicht von Rockstar/Take-Two: Unternehmensvertreter betonen, dass die Kündigungen nichts mit Gewerkschaftsaktivitäten zu tun hätten und durch schwerwiegende Verstöße gegen die Unternehmensrichtlinien ausgelöst worden seien.
Was kommt als Nächstes?
Der Streit dürfte sich in Großbritannien und möglicherweise auch in Kanada, wo sich Arbeitnehmerschutz und Gewerkschaftsregeln unterscheiden, vor Gericht und Regulierungsbehörden ausbreiten. Es ist mit Klagen von Arbeitnehmervertretern und einer anhaltenden Überprüfung von Rockstars Sicherheitsstrategie im Vorfeld der geplanten Veröffentlichung zu rechnen. Grand Theft Auto VI, von dem Branchenanalysten erwarten, dass es zu den meistverkauften Spielen aller Zeiten gehören wird.
Ursprüngliche Berichterstattung: „Grand Theft Auto“-Studio nach Entlassungen der Gewerkschaftszerschlagung beschuldigt von [Jason Schreier (Bloomberg)]. (Bloomberg) https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-10-31/-grand-theft-auto-studio-accused-of-union-busting-after-firings
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